Forschungsplattform zum Angewandten Wertemanagement in Anlehnung an die Sinntheorie Viktor E. Frankls
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Was Mitarbeiter bewegt zum Unternehmenserfolg beizutragen
– Mythos und Realität ...

Führungskräftebefragung 2009 der
Deutschen Wertekommission.

Seit der letzten Studie im Jahr 2007 haben sich die Werte, nach denen junge Führungskräfte ihr Leben ausrichten und ihren Beruf gestalten wollen, noch stärker auf Vertrauen und Ehrlichkeit fokussiert ...

Arbeit und Leben in Organisationen
Studie aus 2008 des Sigmund Freud Instituts Frankfurt und der
TU Chemnitz

Sind Deutschlands beste Arbeitgeber auch in der Krise besser?

DGB Index "Gute Arbeit 2008"
Wie die Beschäftigen die Arbeitswelt in Deutschland beurteilen.

Theorie vom Sinn.

Viktor E. Frankls Bild von der Wirklichkeit lässt sich knapp mit zwei Perspektiven umreißen. Die erste Perspektive ist, dass jeder Mensch nach Sinn strebt. Die zweite, dass viele Menschen ihn nicht finden und versuchen, diese Sinnleere mit Lust, Spaß oder Flucht auszugleichen. Es liegt nahe, die Auswirkungen dieser Perspektiven auf das Arbeitsleben besonders zu betrachten.

Jeder Mensch strebt nach Sinn. Allein der Begriff führt viele Menschen zum Nachdenken. Was ist mit Sinn gemeint? Mit Sinn in meiner Arbeit? Wir sprechen hier nicht vom Zweck einer Arbeit, nicht über das „warum“. Der Zweck einer Arbeit besteht darin, eine Leistung zu erbringen, ein Ziel zu erreichen, einen Nutzen zu bewirken, eine Gegenleistung zu erhalten. Der Sinn schaut auf das „wofür“ und das „wozu“. Eben hier finden Menschen zu wenig Konkretes, Fassbares, Erdenkliches.

Das Leben hat immer und unter allen Umständen einen Sinn. Das ist Frankls Basis in seiner Theorie der menschlichen Existenz. Während er zuvorderst mit an „Sinnleere“ erkrankten Menschen arbeitete und Hunderte von empirischen Belegen die Wirkung der sinnzentrierten Psychotherapie [Logotherapie] belegen, stellt sich heute die Frage, in welcher Weise sinnzentrierte Management- und Führungsarbeit auch über Hindernisse hinweg im "alltäglichen Business" entfaltet werden kann. An Hindernissen mangelt es wahrlich nicht und es wäre verfehlt, sich bei ihrer Betrachtung nur auf die Unternehmensebene zu konzentrieren. Viele Hindernisse werden in Systemen jenseits des Arbeitskontextes aufgebaut, und ihre Wechselwirkungen werden dann im beruflichen Umfeld spürbar. Das Arbeitsumfeld bietet jedoch eine Plattform, auf der sich die Hindernisse quasi potenzieren und sich die Grenzen verwischen, wo sich der Urgrund individueller Sinnfrustration ausmachen läßt. Ermöglicht eine sinnzentrierte Führung es dem Einzelnen, eine Distanz zu den eigenen Hindernissen zu entwickeln, so erleichtert dies einen gewissenhaft vollzogenen Reifeprozess.

Frankls Sinntheorie führt den Menschen zur Erkenntnis, dass gewissenhaftes Denken und Handeln einen wesentlichen Beitrag zur Sinnerfüllung leistet - und dieser dann Glück und Zufriedenheit folgen. "Je mehr der Mensch nach Glück jagt, um so mehr verjagt er es auch schon. Um dies zu verstehen, brauchen wir nur das Vorurteil zu überwinden, daß der Mensch im Grund darauf aus sei, glücklich zu sein; was er in Wirklichkeit will, ist nämlich, einen Grund dazu zu haben. Und hat er einmal einen Grund dazu, dann stellt sich das Glücksgefühl von selbst ein. In dem Maße hingegen, in dem er das Glücksgefühl direkt anpeilt, verliert er den Grund, den er dazu haben mag, aus den Augen, und das Glücksgefühl selbst sackt in sich zusammen. Mit anderen Worten, Glück muß er-folgen und kann nicht er-zielt werden".

Das Leben Viktor E. Frankls selbst ist eines der Belege für die praktische Umsetzung der von ihm entworfenen Sinntheorie. Frankl bietet dem Menschen nicht nur ein inhaltlich gedanklich fundiertes Konzept, sondern auch lebenspraktische Formgebung. Seine Sinntheorie ist nicht fokussiert auf die Zielgruppe der Ärzte, Therapeuten, Psychologen oder Seelsorger. Schon gar nicht ist sie nur ausgerichtet auf den kranken Menschen. Frankl betrachtet den Menschen in einer Einheit von körperlicher, seelischer und geistiger Dimension. Und eben die Dimension des Geistes [des Logos] ist für Frankl per se gesund, ist sie doch die Quelle des individuellen, subjektiven und situativ gebundenen Sinns.

Der Prozess der Sinnfindung, der Sinnerfüllung, der Werteverwirklichung und die Wirkung dieser Prozesse zugunsten eines gelingenden [Arbeits-]Lebens ist wissenschaftlich beobachtbar und überprüfbar. Wir wollen im WerteInstitut hierzu eine Forschungsplattform bieten. Für die Forschung am Sinn im Arbeitsleben gibt Frankl eine wichtige Prüfinstanz vor - das Gewissen. Für Frankl ist das Gewissen das „Sinn-Organ“, das entscheidet, ob die Sinnfindung gelungen ist. Forschung am Sinn, wird damit immer auch Gewissens- und Gewissenhaftigkeitsforschung.

Sinn ist das Fundament unserer Existenz. Wir existieren [ex-istere = hervortreten], wir treten aus uns hervor, indem wir Werte verwirklichen. Werte sind das Fundament unseres Lebens. „Existiert“ ein Mensch, verwirklicht er seine Werte. Verwirklicht er sie nicht, „vegetiert“ er, lebt er „so dahin“.

Ihre Arbeit erscheint vielen Menschen heute zweckdienlich, aber nicht sinnerfüllend und damit krankheitsfördernd – psychisch und psychosomatisch. Das geistige Konzept der Sinntheorie Frankls bietet die Chance, dies zu ändern. Dass Entscheidungsträger in Unternehmen etwas Gutes tun, wenn sie an diese Zusammenhänge denken, mag durch diese Informationen aus dem Gesundheitswesen untermauert werden:

  • Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten und auch kostenintensivsten Erkrankungen
  • 32 % der erwachsenen Bevölkerung sind von psychischen Erkrankungen betroffen
  • Schätzungen gehen davon aus, dass psychische Erkrankungen bis zum Jahre 2020 die zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfälle und verminderte Arbeitsfähigkeit sein werden
  • Zwischen 1997 und 2001 stieg die Zahl der Ausfalltage um mehr als die Hälfte (51 %) an, Tendenz steigend
  • Während das allgemeine Krankenstandsniveau seit 1997 nur um 5 % angestiegen ist, lag die Steigerungsrate hinsichtlich der Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen seit 1997 bei 69 %.
  • Anstieg der Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen ist um so bemerkenswerter, als das Krankenstandniveau insgesamt über den betrachteten Zeitraum [1997-2004] konstant blieb

Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2005

Ausgabe III / 10

Leitwert: Leichtigkeit

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Interview mit
Dr. E. Olav Klautzsch
Inhaber Klautzsch & Grey
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in Planung IV / 10

Leitwert: Gelassenheit

erscheint am 15.11.2010

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